Der Ausflug nach Bodenmais

Eine mehrtägige Busreise führte Freunde und Mitglieder unseres Obst- und Gartenbauverein Puchheim-Ort e.V. in diesem Jahr nach Bodenmais im Bayerischen Wald. Die Anreise erfolgte mit einem Abstecher nach Attenhofen in der Hallertau, dem größten zusammenhängenden Hopfenanbaugebiet der Welt. Auf dem Hopfenerlebnishof Stiglmaier

in Attenhofen wurden wir warmherzig empfangen, besuchten den erntereifen Hopfengarten und erfuhren, welche vielfältigen Arbeiten dort im Jahreslauf bis hin zur Auslieferung des Ernteguts zu erledigen sind, gefolgt von einer Hofführung mit Bierprobe und traditionellem Hopfenzupfermittagessen.

Unsere jederzeit wohlgelaunte Gruppe bezog im Hotel Hofbräuhaus ihr Quartier, wo wir mit stets freundlichem und aufmerksamem Service sowie bemerkenswert guter Küche  verwöhnt wurden. 

Nach einem reichhaltigen Frühstück vom Büffet statteten die Gartler der „Gläsernen Destille“ im Böbrach einen ausgiebigen Besuch ab. Der interessanten Erläuterung über die Herstellung und Wirkung von Bär- und Blutwurz folgte selbstredend auch die Verkostung dieser und (vieler) weiterer, mittel- und hochprozentiger Spezialitäten des Hauses Penninger.

Es soll Teilnehmer der Gruppe gegeben haben, die daraufhin den hoteleigenen Wellnessbereich zur Regeneration nutzten.

Arnbruck war das Ziel des nächsten Tages. Hier ist der weit über die bayerischen –

ja sogar deutschen - Landesgrenzen hinaus bekannte Raritätengärtner Franz-Xaver Treml zuhause. Der Chef - stets mit Strohhut, wie es sich für einen richtigen Gärtner gehört - führt hier launig und kundig durch die Reihen der weit über 3000 verschiedenen Pflanzen aus aller Welt. Es war nur ein Bruchteil seines beeindruckenden Wissens über heimische und exotische Kräuter, den er der wissbegierigen Gruppe in seiner lockeren, bodenständigen Art vermitteln konnte, denn es ging nach dem einstündigen Vortrag weiter zum nahegelegenen Glasdorf Weinfurtner. Bunte Dekoration aus Glas in mannigfaltiger Form ziert das weitläufige Areal im Außenbereich  und lockt den Besucher zum Kauf des ein oder anderen Souvenirs. Zudem konnten wir in der Glashütte das schwere Handwerk eines Glasbläsers bestaunen.

Es scheint zur fragwürdigen Tradition zu werden, dass die Wetterlage an den Abreisetagen das ursprünglich angedachte Programm förmlich ins Wasser fallen lässt. Wie bereits in Südtirol und in Kärnten musste auch diesmal wieder kurzerhand eine adäquate Alternative gefunden werden. Statt im „Haus der Wildnis“ waren wir also in der „Gläsernen Scheue“ in Viechtach, was dem Ausflug schließlich sogar noch ein kulturell anspruchsvolles Element verschaffte. Das Wirken des zeitgenössischen Künstlers Rudolf Schmid sen. und seiner Familie brachte uns ein weiteres Mal zum Staunen und sorgte mit dem gemeinsamen Mittagessen im Hotel Goldene Sonne in Landshut für einen gelungenen Abschluss unseres diesjährigen Vereinsausfluges.

Die Balance zwischen kurzweiligen Programmpunkten und reichlich Zeit zur freien Gestaltung in Verbindung mit der Unterbringung in einem mindestens gutklassigen Hotel werden auch zukünftig Grundlage für die Planung der Ausflüge sein. Anregungen, wo es hingehen soll, haben wir ja bereits erhalten.

Vielen Dank nochmals für die rege Beteiligung!